Chronik

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Jazz als Experimentierfeld

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Just Music startete im Jahre 2000 als monatliche Konzertreihe in der FilmBühne Caligari sowie mit einem kleinen Festival im Roncalli-Haus Wiesbaden. Später fanden die Konzerte im Thalhaus statt. Seit 2005 ist daraus das Internationale Jazzfestival Wiesbaden entstanden, das von Uwe Oberg (Kooperative New Jazz Wiesbaden e.V., Kulturpreis Wiesbaden 2008) und Raimund Knösche (Jazzarchitekt) ehrenamtlich kuratiert und organisiert wird.

Das Festival präsentiert an zwei bis drei Abenden jeweils drei Bands, am zweiten Tag gibt es außerdem nachmittags einen Ensemble-Workshop für maximal zehn Teilnehmerinnen, geleitet von einem prominenten Festivalmusiker/-musikerin. Die Workshop-Ergebnisse sind dann im Vorabend-Programm auf der Hauptbühne zu hören.

Just Music versteht Jazz als Experimentierfeld, das die Genregrenzen hinterfragt und immer wieder verschiebt. Neue (komponierte) Musik, Elektronik, Noise, traditionelle Musik aus nicht-westlichen Ländern verbinden sich hier mit improvisierter Musik.

So präsentiert Just Music aktuelle, lebendige Musik mit Zeitbezug, die nicht nur spannende Unterhaltung verspricht, sondern auch Reibungsfläche bietet.

Hier eine kleine Auswahl der Musiker und Musikerinnen, die bei Just Music spielten: die japanische Pianistin Aki Takase mit ihrem Fats Waller-Projekt, der deutsche Tubist Carl Ludwig Hübsch mit Blasmusik zwischen Free Jazz und Neuer Musik, die türkisch/schweizer Sängerin Saadet Türköz mit freier Improvisation und traditionellen türkischen Songs, die Newcomer-Saxophonistin Ingrid Laubrock (SWR-Jazzpreis), die legendäre Pianistin Irene Schweizer sowie Marilyn Crispell, die Band Underkarl mit Bearbeitungen der Bachschen Goldberg Variationen, der amerikanische Avantgarde-Pianist Mathew Shipp und viele mehr.