Die Fichten

Die Fichten DE

Leonhard Huhn Altsaxophon, Klarinette
Stefan Schönegg Kontrabass
Dominik Mahnig Schlagzeug

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Die Fichten © Frank Schindelbeck

 

Fichten sind immergrün und einstämmig. Blühreife tritt im Alter von 10-40 Jahren ein. Sie sind auf der Nordhalbkugel weit verbreitet und Flachwurzler. So steht es bei Wikipedia.

Diese Fichten hingegen sind vom Stamme Mensch und Tiefwurzler, fest eingebunden in der jungen Kölner Jazz- und Improvisationsszene. Sie erfinden Musik, die Widersprüchliches in sich lustvoll vereint: es swingt, es rumpelt, es rauscht und verästelt sich. Die Kompositionen mit assoziativen Titeln wie »Holznektar« oder »Negative Elefanten« stammen von Leonhard Huhn, er studierte bei Frank Gratkowski und hat längst seinen eigenen Ton gefunden: warm und intim, kammermusikalisch.

Doch Obacht: Die Fichten spielen ihre Tongedichte (so bezeichnen sie die Musik) im kollektiven Geist, und bei aller Subtilität und Cool Jazz-Attitüde pflegen die drei einen Hang zur Performance. Hinzu kommen Dada und eine Prise Wahnwitz, woraus sich eine unwiderstehliche Mischung ergibt, nachzuhören auf der CD »Die Fichten«, die das preisgekrönte Trio 2014 bei fixcel records veröffentlichte.

 

Leonard Huhn

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